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CHRONIK von Wolkramshausen

Neckname der Bürger von Wolkramshausen – die

  Maulwürfe“.  

Ein herzliches Dankeschön für Ihre Unterstützung! geht an Hubert W. Rein und Wolfgang Morgenstern

Gesucht werden noch alte Bilder von Wolkramshausen und Wernrode

 
 

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- Erste Siedlungsnachweise in der Region reichen in die Jungsteinzeit (Ca. 10 000 Jahre v.d. Z.) zurück. Jüngere Funde können der Bronzezeit (ca. 800 - 2200 Jahre v. d. Z.) zu geordnet werden und wurden bei Ausgrabungen unter der Leitung des damaligen Thüringer Archäologen Prof. Grimm, westlich der heutigen Ortslage 1928 - 1932 gefunden.

802 Erste Hinweise auf die Existenz von Wolkramshausen. Regestenwerk, „Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thüringiae“ , Jena 1896 -1939, 4 Bände   Prof. Dr. Otto Dobenecker  

Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer bis 1300, Wolfgang Kahl, Herausgeber: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, 1996  Thüringer Städte und Dörfer, Wolfgang Kahl, Verlag Rockstuhl, 2010         

834 Urkundlich wird Wolfgrimeshusen, Wolcerameshusen, Wolkramshausen erstmalig 834 n. d. Z. erwähnt, Stiftung eines Roderechts an das Kloster Fulda (Staatsarchiv Marburg).- Codex Eberhardi – Kopialbuch des Klosters Fulda entstanden 1150 – 1160. Es handelt sich dabei um Abschriften  von Besitzurkunden, die von dem Mönch Eberhard angefertigt und in einem Verzeichnis aufgeführt wurden. Besitztitel in Wolkramshausen werden darin unter der Registrierung CE 172 und für Wernrode unter CE 162 geführt. Unter dem Deutschen Kaiser Heinrich I. (876 - 936) wird Wolkramshausen Königsgut.

1226 war Wolkramshausen im Besitz des Reichsministerialen Jakob von Ostede

1239   Dietrich, Isernhant und seine Gemahlin Johanna, Tochter des landgräflichen Ministerialen Heinrich von Stockhausen verkaufen Güter zu Wolcerameshusen an die Grafen von Honstein.

 1281     Dietrich II. und Heinrich III. Gebrüder und Grafen von Honstein schenken mit Genehmigung ihrer Brüder Ulrich und Elger und ihrer Schwestern Odar und Luthrude dem Kloster Ilfeld, dem ihr Bruder Eilger als Abt vorsteht, 7 Hufen (1 Hufe = 32 Morgen) zu Wolcerameshusen. Zeugen: Gosmar, Graf von Kirchberg, Heinrich von Ascherode, Heinrich von Werne und Heinrich von Blicherod

1282  Dietrich II. und Heinrich III. verkaufen dem Konvent der Marienkirche zu Ilfeld für 100 Pfund Nordhäuser Silber sieben Hufen und vier Höfe zu Wolcerameshusen, lassen mitbesiegeln ihren Vater und Bruder. Zeugen: Gosmar, Graf von Kirchberg, Heinrich von Ascherode, Heinrich von Werne, Henning von Blicherode.


1307 wurde das Patronatsrecht der Kirche zu Wolkramshausen durch die Grafen von Honstein dem   Kloster Ilfeld geschenkt.
- In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wird in verschiedenen Archivalien ein Geschlecht " de Wolcrameshusen" genannt ( 1312 Conradus de Wolcrameshusen, 1321 Onradus de Wolcrameshusen/ Abt des Klosters Münchelohra,und 1344 Kristan de Wolcrameshusen).


1569 Erlass der Dorff - Einnung zu Wolkramshausen, "... die von Adell, uundt Gemeine dasselbst       belangende".

1572 Erster Hinweis auf die Existenz einer Dorfschule

1618 Beginn des Dreißigjährigen Krieges in Mitteleuropa mit verheerenden Folgen auch für die damaligen Bewohner von Wolkramshausen.
1625 Ausbruch der Pest
1632 wurde durch die kaiserlichen Truppen unter dem Befehl des Generals Pappemheim der Ort Wolkramshausen geplündert und viele Gebäude zerstört. Den Flammen viel u. a. das Kirchenschiff, welches vermutlich westlich des ehemaligen Chorturmes stand und die nördlich der Kirche befindliche wehrhafte Gutsanlage, in deren Reste  heute die örtlichen Verwaltungen untergebracht sind, zum Opfer.
1648 Westfälischer Frieden, Ende des Dreißigjährigen Krieges. Der Zustand der Gemeinde Wolkramshausen muß verheerend gewesen sein.
1678 wurde die Wolkramshäuser St. Trinitatis Kirche nach einer Aufbauzeit von 40 Jahren wieder eingeweiht. Das Kirchenschiff mit einem Innenmaß von 30 x 10 Meter wurde damals an die östliche Seite des ehemaligen Chorturms angebaut und erhielt einen im halben Achteck gestalteten neuen Chor, 2 stattliche Emporen mit einer großen Orgel, 4 Logen für die ansäßigen Adelsfamilien sowie 2 aus Muschelkalk errichtete Grablegungen. Die Innenausstattung wär prächtig, entsprechend dem Zeitgeist und in Resten bis 1985 noch erhalten.
1681 Erneuter Ausbruch der Pest
1709 Grenzstreitigkeiten zwischen Preußen und Schwarzburg - Rudolstadt. Ludwig von Wurmb, ein Abkömmling der alten Adelsfamilie aus Großfurra, hatte sein neues Herrenhaus auf dem Dorfgraben errichtet, welche als Grenze der Streitparteien diente und von der Knotenburg (Gelände der heutigen Straßenmeisterei) schräg durch den Ort zum Triftweg führte.

1742 Am 02.07.1742 wird auf dem Gutshof der Familie von Wurmb, Christoph Carl Friedrich von Wurmb geboren. 1774 wird v. Wurmb im Auftrag der Niederländischen Ostindien – Kompanie, als Unterkaufmann in Batavia der heutigen Hauptstadt von Indonesien, Jakarta, bis zu seinem Tod 1781, tätig.

Christoph Carl Friedrich von Wurmb war Mitbegründer der Königlich Batavischen Gesellschaft der Künste und der Wissenschaften. Er zählte zu den namhaften deutschen Botanikern seiner Zeit. Ihm zur Ehre, erhielt die Pflanzengattung der Zeitlosengewächse (Colchiaceae) seinen Familiennamen.


1806 - 1813 Einquartierung französischer Truppen in Wolkramshausen, verbunden mit hohen Lasten für die Bevölkerung. 

1823 ist ein extrem kalter Winter belegt, mit hohen Verlusten an Menschen und Tieren
1834 wird Karl Friedrich Joseph Ferdinand von Byla, geboren am 28.05.1806, Rittergutsbesitzer von Wolkramshausen und studierter Verwaltungsjurist zum Landrat des preußischen Kreises Nordhausen im Regierungsbezirk Erfurt/ Provinz Sachsen ernannt. Dieses Amt übt er bis zu seinem Tode am 09.10.1852 aus.

25.08.1835 wird Robert Graf Hue de Grais in Wolkramshausen geboren. Hue de Grais war ein preußischer Polizei- und Verwaltungsbeamter, Mitglied der freikonservativen Partei und Theoretiker des Verwaltungsrechts in Preußen und dem Deutschen Reich. Gestorben am 25.02.1922 in Wolkramshausen.

1850 werden in Archivalien 5 Gutshöfe genannt (v. Wilcke, v. Bylar, Hue de Grais, v. Wurmb, v. Zweidorff). Deren Herrenhäuser waren reichlich dem Zeitgeist entsprechend eingerichtet und baulich durch ein unterirdisches Gangsystem miteinander verbunden, welches noch heute in wesentlichen Teilen erhalten ist. Wolkramshausen wird zu dieser Zeit auch als Kleinparis bezeichnet, da in den auch architektonisch hervorgehobenen Herrenhäusern ein reges kulturelles Leben herrschte. 

1850 Der Großgrundbesitzer, Gustav Schreiber, beginnt mit dem Zichorienanbau und errichtet in der Sondershäuser Straße eine Zichoriendarre und eine Kornbrennerei ein.
1864 Gründung der Feuerwehr
1867 erfolgt der Bau der Eisenbahnstrecke Nordhausen - Leinefelde. Wolkramshausen erhält einen Bahnhof, später mit der Verbindungsstrecke Nordhausen - Erfurt einen Umsteigebahnhof. Im Bahnhofsgebäude wird eine Gaststätte und ein Postamt eingerichtet, welches alle Ort der Hainleite im Umfeld von Wolkramshausen versorgt.
1869 erfolgt durch Gustav Schreiber die Gründung einer Kommanditgesellschaft mit dem Ziel, eine Zuckerfabrik an der nördlichen Ortsgrenze zu errichten.

1869 Auf dem Grundstück Hauptstr. 48/49 wurde die 1. Apotheke der Gemeinde eingerichtet, welche ab 1886 als Filialapotheke des Apothekers Draesel aus Bleicherode weitergeführt wird.

1871 wird die Wolkramshäuser Zuckerfabrik in Betrieb genommen.
1872 entsteht eine Regelspurnebenbahn von der Zuckerfabrik zum Bahnhof. Die beladenen Eisenbahnwaggons wurden anfänglich mit 8 Pferden gezogen, später wird eine kleine Dampflok beschafft.

1872 Gustav Degenhardt richtet in einem Nebengebäude des Bahnhofs eine Fahrpost mit Pferdegespann nach Kleinberndten ein

1873/74 erfolgt der Abriss der alten Dorfschule und der Bau eines neuen Schulgebäudes auf dem Backsüber, dem heutigen Sitz der VG "Hainleite".
1880 Gründung des Männergesangvereins "Sängerkranz".

1890 In dem Postgebäude am Bahnhof wird die erste Telegraphenstation in Betrieb genommen.

1891 beginnt im Wippertal der Kalibergbau, die ehemaligen landwirtschaftlichen Strukturen verändern sich besonders stark in Wolkramshausen. Die Industriealisierung bestimmt zunehmend das Leben der Menschen im Ort.
1900 Ausbau der Sondershäuser Straße in Folge der Industralisierung und Bau von 4 Villen im ausgehenden Jugendstil, welche neben repräsentativen Wohnzwecken u. a. auch als Apotheke und Arztpraxen Verwendung finden.

1904 Der Apotheker Theodor Lembach erhält die Konzessionsurkunde für eine Vollapotheke, welche in dem Wohn- und Geschäftshaus in der Sondershäuser Str. 16 nach seiner Fertigstellung 1909 eingerichtet wird.

1905 Gründung der Aktiengesellschaft Ludwigshall/Wolkramshausen in Essen mit einem Stammkapital von 5 Millionen Mark.
1906 Gründung einer selbständigen Sanitätskolonne mit einem Sanitätsgerätehaus in der Sondershäuser Straße.
1906 Bau der Schachtanlage in Hain und Errichtung einer Drahtseilbahn für Lasten zu dem Chemiewerk Wolkramshausen. Zur Umgehung der Gemeinde Rüxleben wurde westlich der Ortslage eine Winkelstation errichtet.
1907 Gründung der Firma " Elektrizitätswerke und Chemiefabrik GmbH Wolkramshausen. 
23.07.1907 wird die Schachtröhre des Schachtes Ludwigshall durch die Deutsche Tiefbohrgesellschaft mit Sitz in Nordhausen, fertiggestellt. Die Gebäude der Schachtanlage werden in massiver Klinkerbauweise und nach Plänen von Industriearchitekten gebaut. Die Betriebsanlage wird über eine ca. 2 km lange Regelspurnebenbahnstrecke an das öffentliche Bahnnetz im Bahnhofsbereich Kleinfurra angebunden. Diese Nebenbahnstrecke führte bis 1990 über 3 Eisenbahnbrücken, 2 unbeschrankte Bahnübergänge, besaß einen Lokschuppen mit Werkstattbereich und ein integriertes Stellwerk. Weitere Verbindungsstrecken führten zu dem Chemiewerk  Wolkramshausen, südlich der Schachtanlage gelegen und nach 1934 zum ehemaligen  F - Gebiet der Gemeinde Kleinfurra, eine Einrichtung der Deutschen Wehrmacht. Als Lokomotiven fanden auf dieser Strecke dampfbetriebene Tenderloks mit der Achsfolge B und C sowie Diesellokomotiven der Baureihe Kö 1 und ab 1955 die Kö 2 sowie die V 15 unter dem letzten  Lokpersonal Werner Rödel und Toni Rilk ihren Einsatz. Mitte der 1960 er Jahre wurde eine Seilzuganlage zur Unterstützung der Rangierarbeiten zwischen dem Getreidelager der VEAB und dem Düngemittellager der BHG errichtet. Ebenso erhielt das Lager des VEB Saat- und Pflanzgutes Erfurt ein eigenes Anschlussgleis.
1908 Bau einer weiteren Drahtseilbahn für Lasten zwischen den Schächten Immenrode/Staußberg und Wolkramshausen.
1910 - 1916 entstehen finanzielle Turbolenzen für die Zuckerfabrik in Wolkramshausen und führen zur Insolvenz des Unternehmens. Die technischen Anlagen und die Gebäude werden verkauft.
1911 Teufung einer 2. Schachtröhre in Hain zur Verbesserung der Wettersituation im Schacht Ludwigshall Wolkramshausen.
1912/13 Schulneubau am Schleifweg. 

1918 Ende des 1. Weltkrieges, 46 Männer aus Wolkramshausen sind dem Krieg zum Opfer gefallen.
1920 Der Arbeiter- Turn - und Sportverein legt einen öffentlichen Sportplatz an.
1922 wurden durch den Wintershall Konzern in Kassel u. a. auch die Schächte in Immenrode/Straußberg, Wolkramshausen und Hain übernommen und in Folge  zunehmender Absatzschwierigkeiten am 30.06.1924 geschlossen.
1923 Schulerweiterungsbau am Schleifweg um ein Klassenzimmer.
1927 eröffnet der Gastwirt Otto Grabe im Saal seiner Gastwirtschaft am Sportplatz
ein festeingebautes Lichtspieltheater.
1930 Die Gemeinde erhält zu diesem Zeitpunkt eine zentrale Trinkwasseranlage mit einem Tiefbrunnen im Adental und einem Hochbehälter zur Druckerzeugung am obersten Punkt des Triftweges.
1931 Aufgabe des Postamtes am Bahnhof und Eröffnung einer Postfiliale mit örtlichen Fernsprech - Selbstwählamt durch Otto Taute, in der Hauptstraße gegenüber der heutigen Kaufhalle.
1933 Machtergreifung der Nazis in Deutschland
1934 Übernahme der stillgelegten Schachtanlage Ludwigshall durch die Deutsche Wehrmacht, Heeresmunitionsanstalt. Das gesamte Gelände wurde durch einen Betonkörperzaun mit Stacheldrahtbespannung umgeben, mehrere Luftschutzbunker aus Stahlbeton sowie 2 große Produktionshallen wurden gebaut und an der nordöstlichen Seite, am sog. "Rollhaus" wurde ein Barackenlager für Kriegsgefangene errichtet.

1940 existieren in Wolkramshausen 35 selbständige Geschäfte und Handelsbetriebe sowie 19 landwirtschaftliche Unternehmungen sowie der Mühlenbetrieb von Rudolf Schöpfer an der Wipper.
29.07.1942 kommt es in der Schachtanlage Ludwigshall zu einer Explosion von eingelagerter Munition in einem der Stollen. Bei diesem Unglück kamen 152 Menschen ums Leben, davon 9 Wolkramshäuser, welche auf dem örtlichen Friedhof gemeinsam beigesetzt wurden.
09.05.1945 Besetzung der Gemeinde durch amerikanische Verbände.
Mai 1945 Ende des 2. Weltkrieges, 60 Männer aus Wolkramshausen sind dabei getötet worden.  

1945 Wolkramshäuser Bürger bilden einen antifaschistischen Ausschuss unter der Leitung von Hugo Eckhold, mit dem Ziel, das gesellschaftliche Zusammenleben neu zu organisieren. Besonders unter dem Gesichtspunkt, das viele Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten auf alle Gemeinden verteilt wurden und für deren Unterbringung gesorgt werden musste, war diese Gründung notwendig. Neugegründet wird auch der Sportverein unter der Leitung von August Langhelm, Walter Fricke, Emil Gassmann und Erich Fischer.

11.06.1945 Verkündung der sozialistischen Bodenreform im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands. Nach den damit verbundenen Vorschriften wurde in Wolkramshausen der Gutshof des Hans v. Dobbeler mit 104 ha Landfläche enteignet. Weitere Gutsbesitzer verließen in Folge ihre Höfe und siedelten sich im Westen Deutschlands an.

September 1945 Konstituierung der ersten Gemeindevertretung nach dem Krieg, welche aus 5 KPD-, 5 SPD-, und 2 CDU - Vertretern bestand.

01.10.1945 wird der Schulunterricht wieder aufgenommen und die Beräumung der Munitionslager im Schacht Ludwigshall begann. Zahlreiche Umsiedler aus dem Osten wurden zu dieser schweren und gefährlichen Arbeit herangezogen. Untergebracht waren die Umsiedler überwiegend in dem Barackenlagern der ehemaligen Wehrmacht. Die geborgene Munition wurde in das Wernröder Kirchtal transportiert und in den folgenden Jahrzehnten durch einen Spezialbetrieb vernichtet. In die ehemaligen Gebäude der Schachtanlage Ludwigshall zogen genossenschaftliche bzw. staatliche Betriebe wie z. B. die VEAB (Volkseigener Erfassungs- und Aufkaufbetrieb), die VdgB (Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe), die BHG (Bäuerliche Handelsgenossenschaft), die DSG (ein Lager des Saat- und Pflanzgutes Erfurt),  ein Ersatzteillager der IFA Schlepper- und Motorenwerke Nordhausen und in Gemeinschaft mit der BHG ein ACZ/TE (Agro Chemisches Zentrum /mit Transporteinheiten) ein. Gelagert wurden neben Fahrzeugteilen der Traktorentypen Harz und Famulus, Düngemittel, Futtermittel, Zucker, Getreide, Stroh, Kartoffeln, Rüben, Obst, Eier und Kohlen. Den Transport der Kohlen vom Lager auf dem Schachtgelände in die Haushalte der umliegenden Gemeinden, wurde über viele Jahre durch den Wolkramshäuser Wilhelm Kutzner mit seinem Pferd "Lorchen" und einem hölzernen Kastenwagen durchgeführt.

Weiterhin wurden auf dem Schachtgelände eine Entenzuchtanlage unter der Leitung von Alfred Liemann, ein Kleintierschlachthof, eine Eiersortieranlage  und eine Kartoffeldämpfungseinrichtung betrieben.

20.05.1946 Wiedereröffnung des Kindergartens, Leiterin Frau Margarete Langhelm.

1946 Neugründung des Gesangvereins unter der Leitung von Fritz Gorges.

1946 Am ehemaligen Wasserwerk zwischen den Gemeinden Wolkramshausen und Kleinfurra direkt an der Landstraße wird der Gemeindearzt Dr. med. Kurt Mack, Sohn des Sanitätsrates Dr. med. Herrmann Mack, am 05.12.1946 um 22.00 Uhr Tod aufgefunden. Todesursache war ein Kopfschuss aus nächster Nähe, ein Täter wurde nicht ermittelt.

1947 Erweiterung der Dorfschule auf 5 Klassen.

 13.12.1948 Gründung der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ in der damaligen sowjetischen Besatzungszone. Die Pionierorganisation war eine politische Massenorganisation der Kinder bis zum Alter von 14 Jahren und war in das einheitliche Bildungssystem der ehemaligen DDR eingegliedert. Die berufenen Pionierleiter wirkten bei der Gestaltung des außerschulischen Lebens im Verbund mit Lehrern und Eltern. „Erste Pionierleiterin wurde Frau Makarinus, verheiratete Links“

07.10.1949 Gründung der DDR

1950 Ausbau der Dorfschule zu einer Zentralschule mit 7 Klassen.

1952 Verwaltungs- und Gebietsreform der DDR  Mit Wirkung vom 25.07.1952 wurden die bis dahin bestehenden 5 Länder auf dem Gebiet der ehemaligen DDR aufgelöst und in 14 Bezirke sowie Berlin Ost als Sonderbezirk umgewandelt. Wolkramshausen gehörte zum Bezirk Erfurt mit Sitz in Erfurt.       Als 1. Vorsitzender des Rates des Bezirkes Erfurt war Willi Gebhardt (*1901 - +1973) gewählt worden. Die Anfangs- buchstaben der damaligen Fahrzeugkennzeichen des Bezirkes Erfurt lauteten L, F. Zum Bezirk Erfurt gehörten bis zur Auflösung der DDR 13 Landkreise und 2 Stadtkreise mit 719 Gemeinden. Von 1953 bis 1960 wirkte Paul Wojtkowski (*1892, +1960) als Vorsitzender des Kreises Nordhausen.        

08.11.1952 Gründung der 1. LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) mit dem Namen "Wippertal" unter dem Vorsitz von Rudi John.

1953 Gründung der BSG (Betriebssportgemeinschaft) "Einheit"

10.12.1953 erlässt die Regierung der DDR eine Verordnung über die Verbesserung des Gesundheitswesens und beauftragt das DRK mit der Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen für die Bevölkerung. Dazu wurden Ambulanz- und Röntgenzüge gebaut, welche ca. 2 Jahrzehnte lang jährlich in alle Gemeinden fuhren und Schirmbildaufnahmen zur Früherkennung von Lungentuberkulose und anderer gefährlicher Krankheiten im Brustbereich anfertigten. Diese Straßenzüge bestanden aus einem LKW H6 ober H6B der Firma Ernst Grube in Werdau, 2 Drehschehmelanhängern vom Typ Weimar und einem 1 achsigen Geräteanhänger. Die Fahrzeugunterteile wurden in der Firma Fritz Fleischer KG in Gera mit geschlossenen Kastenaufbauten versehen und mit Röntgengeräten der Firma  Patzer in Gera ausgestattet.   

01.05.1955 Gründung der 2. LPG mit dem Namen "Neuer Weg" unter dem Vorsitz von Otto Linsel.

01.06.1955 Errichtung einer Kinderkrippe unter der Leitung von Frau Grabe.

1958 Bau der Kegelbahn durch die BSG  "Einheit" auf dem Gelände der Gaststätte am Sportplatz.

 1958 übernahm Frau Helga Rosenbusch, verheiratete Erben, die Leitung der Pionierorganisation an der Schule in Wolkramshausen für 6 Jahre. Danach wurde sie Lehrerin für die Unterstufe (1. – 4. Klasse).

1960 baut die Gemeinde am Sportplatz 15 eine moderne Tierarztpraxis mit einem Einfamilienwohnhaus für den Tierarzt.

1961 Zusammenschluss der beiden LPG in Wolkramshausen zu einem Großbetrieb.

1961 wurde in der Schule die 9. und 10. Klasse eingeführt und damit die Voraussetzungen für das Polytechnische Schulsystem der DDR geschaffen.

Um 1965 herum wird die LPG in zwei Produktionszweige aufgegliedert. Unter dem Vorsitz von Horst Schneller entsteht die LPG Pflanzenproduktion und unter dem Vorsitz von Karl Wenkel die LPG Tierproduktion. Bau eines Umspannwerkes am Bahnhof in Wolkramshausen

- Bau  eines modernen Wohnblocks mit 18 Wohneiheiten am Schulweg, ein 2. Block folgt.

1972 Gründung des Gemeindeverbandes "Hainleite" mit den Gemeinden : Wolkramshausen, Kleinfurra, Hainrode und Nohra.

1973 Vier Jahre nach dem Tod des Mediziners Hans Ullrich Lehmann nimmt mit Frau Dipl.-Med. Baumgart wieder ein Arzt Wohnsitz in Wolkramshausen.

Frau Baumgart befindet sich an der Poliklinik Nordhausen in Ausbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin und übernimmt aushilfsweise in Wolkramshausen bereits ärztliche Sprechstunden und Bereitschaftsdienste.

1974 Eingemeindung von Wernrode

1974 Gründung einer Ortsgruppe Denkmalpflege im Kulturbund der DDR durch den Rentner und Orstchronisten, Helmut Engelhardt, dem Lehrer, Franz Links, dem Polsterermeister, Herbert Tetzel, dem Verkaufsstellenleiter des Konsums, Siegfried Rink, dem Lehrausbilder und späteren Kreisdenkmalpfleger, Oskar Peschke, sowie dem Angestellten der Abteilung Kultur des Rates des Kreises Nordhausen Hubert Rein. Ziel war es, das vom Abriss bedrohte Denkmalensemble "Hue de Grais" zu erhalten und einer öffentlichen Nutzung zu zuführen.

- Bau einer modernen Kaufhalle unter der Bauleitung von Felix Husung.

 1975 Erlass des Denkmalschutzgesetzes der DDR, folgende Gebäude in Wolkramshausen / Wernrode sind  mit dem Gesetz zur Erhaltung der Denkmale in der DDR - Denkmalgesetz vom 19.06.1975 unter staatlichen Schutz gestellt worden.

Wolkramshausen:

-Backsüber 3  ehemaliges Herrenhaus

-Eckengasse 3 ehemaliger Bauernhof

-Hauptstr. 22 ehemaliger Bauernhof

-Hauptstr. 23  Wohnhaus

-Hauptstr. 29  ehemaliges Herrenhaus mit Park

-Hauptstr. 30  Reste eines ehemaligen Gutshofes

-Hauptstr. 34 Wohn- und Geschäftshaus

-Hauptstr. 37 Wohnhaus

-Mühlgasse 3 ehemalige Wassermühle

-Schleifweg 3 ehemaliges Schulgebäude

-Sondershäuser Str. 6 ehemalige Schäferei, Dorfmuseum

-Sondershäuser Str. 12 Villa, mit ehemaliger Arztpraxis -Erbauer Herr Dr.med. Vogler

-Sondershäuser Str. 14 Villa, mit ehemaliger Arztpraxis - Erbauer Herr Dr. med. Volker

-Sondershäuser Str. 15 Villa, Wohngebäude

-Sondershäuser Str. 16 Villa, Wohngebäude Apotheke

Wernrode:

Evangelische Kirche

Teichstraße Nr. 41, ehemaliges Herrenhaus

Archäologische Denkmale

Wolkramshausen:

-Steinkreuz, Bestandteil des Denkmals der Kriegsopfer

Wernrode:

-Steinkreuz, Dorfplatz ( Eiche)

-Hochmotte, Park des ehemaligen Herrenhauses

-Frühgeschichtliche Wallanlage, Zengenberg

-Urgeschichtliche Höhensiedlung, Rauchenberg

1977 Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses neben der Kaufhalle.

1978 Am 01.01. offizielle Übernahme des Bereiches Wolkramshausen der Poliklinik Nordhausen durch die Fachärztin für Allgemeinmedizin Frau Dipl.-Med. Baumgart.

14./15.06.1980 wütet ein Unwetter mit einem Wirbelsturm über Wolkramshausen und zieht eine Schneise der Verwüstung bis in den Hochharz. Menschen werden nicht verletzt, es entsteht nur erheblicher Sachschaden.

1981 Am 01.06. Bildung des Landambulatoriums Wolkramshausen, Backsüber 4 (Leitung: Frau Dipl.-Med. Baumgart) mit den allgemeinmedizinischen Außenstellen Nohra (Herr Dr. med. Fröhlich), Werter (Frau und Herr Achterberg),

Großwechsungen (Herr Dr. med. Hans) und Mackenrode (Herr Haacke) sowie den zahnärztlichen Stützpunkten Wolkramshausen (Herr Meyer) und Großwechsungen (Frau Theuer).

1984/86 Neubau einer modernen Polytechnischen Oberschule am Schleifweg. Die POS Wolkramshausen erhielt nach ihrer Fertigstellung den Namen „Helmut Just“. Der damit geehrte war Angehöriger der Deutschen Grenzpolizei der ehemaligen DDR und wurde am 30.12.1952 während seines Dienstes an der Sektorengrenze zu Berlin – West erschossen.

Der Namenszug „Helmut Just“ war Bestandteil einer Ehrenstele aus Metall, welche durch den Wolkramshäuser Metallgestalter Lutz-Martin Figulla gefertigt und auf dem Schulgelände errichtet wurde.

Das aus Betonplatten errichtete Schulgebäude der ehemaligen POS „Helmut Just“ erhielt ein Außenwandgemälde des Künstlers Jost Heyder. Das Gemälde stellt die literarische Gestalt des Ritters von der traurigen Gestalt, Don Quijote de la Mancha mit seinem Pferd Rosinante, seinen Knappen Sancho Panza und dessen Esel, dar. Die literarische Grundlage für das Kunstwerk von Jost Heyder bildet der 1605 erschienende 1. Teil des Romanes „El ingenioso hidalgo Don Quixote“ von Miguel Cervantes.

1985 Festwoche aus Anlass der 1150 jährigen urkundlichen Erwähnung von Wolkramshausen mit Festumzug und der Herausgabe einer gedruckten Orstchronik.

 September 1986 Beginn der ersten Sicherungsarbeiten an der völlig ruinösen Bauhülle des Kirchschiffes der St. Trinitatis Kirche in Wolkramshausen durch die Mitglieder der Ortsgruppe Denkmalpflege des Kulturbundes Hubert Rein, Peter- Hans Trümpert, Karl-Heinz Sperlich und Rene Karpe. Beendigung der Bauarbeiten 1988. Gestaltungsvorschläge und Baupläne wurden von dem Nordhäuser Architekten Hans Jürgen Geboth erarbeitet. Die Treppengestaltung erfolgte durch den Wolkramshäuser Künstler Lutz Martin Figulla.

1986 Tötungsdelikt in Wernrode

Am 17.11.1986 kam es im Rahmen einer Streitigkeit um eine Immobilie im Ortsteil Wernrode zu einem Tötungsdelikt an dem Senioren Ehepaar Elisabeth und Bauing. Robert Koch. Der Täter, Wolfgang Gebhardt, erschlug die Eheleute und tötete sich im Anschluss an diese Tat durch Erhängen im nahe liegenden Waldgebiet.

1988 wird im Anwesen "Hue de Grais" ein Traditions- und Informationszentrum der sozialistischen Landwirtschaft mit dem Namen des revolutionären Bauernführers "Thomas Müntzer" eingerichtet und der Öffentlichkeit in einem Festakt übergeben.    

1989 Feiertage in der DDRDie ehemalige DDR kann als ein sehr sozialorientiertes Staatsgebilde angesehen werden. Im Verlauf eines Kalenderjahres gab es ca. 64 Ehren- bzw. Gedenktage, einschließlich 11 gesetzlich arbeitsfreie Feiertage zu denen  auch die kirchlichen Feste zählten.Das Renteneintrittsalter für Männer lag bei 65 Jahren, Frauen konnten mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen. Bei der Geburt eines Kindes erhielten Mütter ein bezahltes Babyjahr und alle Frauen monatlich einen bezahlten Haushaltstag.Der 8.März als Internationaler Frauentag wurde in den Betrieben und in den gesellschaftlichen Vereinigungen sehr  aufwendig begangen. Ebenso fand der Kindertag am 1. Juni eines jeden Jahres eine hohe gesellschaftliche Be-  achtung. Politisch geprägte Feiertage wie der Tag der Arbeit am 1.Mai, der Tag der Befreiung am 8. Mai und der Tag der Republik am 7.10. wurden mit großen Veranstaltungen einschließlich Militärparaden begangen

1989 war folgende Infrastruktur im Ort  zusätzlich zu den Betrieben im Schachtgelände" Lurwigshall" vorhanden:

Sitz des Gemeindeverbandes mit Baubüro, Bürgermeisteramt, Polytechnische Oberschule, Kinderkrippe und Kindergarten, Landambulatorium mit der Ärztin Frau Chritine Baumgart, Zahnarztpraxis, Apotheke, 3 Gaststätten mit 2 Sälen, Lichtspietheater, PGH Damen- und Herrenfrisör, Umsteigebahnhof, Annahmestelle für Dienstleistungen, HO Kaufhalle, Feuerwehrgerätehaus, DRK Stützpunkt, Gemeindebibliothek, Jugendklub, Dorfklub, Wasserwerk, Straßenmeisterei, Polizeidienststelle (ABV), Kirche und Friedhof. Mehrere private Kleinbetriebe wie z. B. die Gärtnerei Links, die Metallgestaltung Figulla die Tischlerei Wilfried Simon, die Polsterei Tetzel und die Elektrowerkstatt Karl Franke ergänzten die Infrastruktur merklich.

Ende 1989 fiel der Eiserne Vorhang und im November reisten viele Wolkramshäuser zum ersten Mal in ihrem Leben über die damalige Staatsgrenze der DDR in den Westteil Deutschlands. 

1990 Zum 31.12. Auflösung des Landambulatoriums Wolkramshausen durch das Landratsamt Nordhausen, Dezernat V - Sozial- Jugend- und Gesundheitsverwaltung.

1990 Auflösung des Traditons - und Informationszentrums "Thomas Müntzer" im Anwesen "Hue de Grais" durch die Abteilung Landwirtschaft des Rates des Kreises Nordhausen. Auflösung aller Betriebslager auf dem Schacht Ludwigshall, die Beschäftigten werden in die Arbeitslosigkeit entlassen.

1990 Eröffnung einer Pension mit Gaststätte durch Petra und Ingolf Manthey in der Randsiedlung Nr.10. Die Pension erhält die Einstufung 3 Sterne G.

1991 Am 01.01. Gründung der Kassenarztsitze Wolkramshausen der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringen.

Niederlassung der Fachärztin für Allgemeinmedizin Dipl.-Med. Baumgart und der Fachzahnärzte Dr. med. dent. Ursula Kruhl und Dr.med. dent. Dietmar Kruhl im umgebauten Gebäude des ehemaligen Landambulatoriums.

1991 Gründung der Wippertaler Agrargenossenschaft Wolkramshausen, Geschäftsführer Dieter Göbel und Klaus Otto.

1991 Gründung der Tischlerfirma Helmut Husung mit angegliederten Beerdigungsinstitut.

1991 Gründung der Verwaltungsgemeinschaft "Hainleite"mit Sitz in Wolkramshausen, Backsüber 3. Mitgliedsgemeinden: Hainrode, Nohra, Kleinfurra und Wolkramshausen.

20.10.1994 Gründung des Fördervereins "Hue de Grais" mit dem Ziel, das Anwesen einer neuen öffentlichen Nutzung als Museum der Rechtsgeschichte und als Begegnungsstätte der Thüringen Justiz zu zuführen. Unter der Beteiligung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FSU Jena, oberster Landesbehörden des Freistaates Thüringen und regionaler Behörden wurde durch den Stellvertretenden Ministerpräsidenten Thüringens, Dr. Gerhardt Schuchardt, und zahlreicher Ehrengäste ein Museum für Rechtsgeschichte im südlichen Seitenflügel eröffnet.

1994 Beitritt der Gem. Großlohra und Wipperdorf zur Verwaltungsgemeinschaft "Hainleite".

1996 Die Zahnärzte Dr. med. dent. Ursula Kruhl und Dr.med. dent. Dietmar Kruhl verlegen aus wirtschaftlichen Gründen ihre Praxis nach Bleicherode.

1996 Bedingt durch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Weimar, in welcher der Klage der Alteigentümer stattgegeben wurde, musste das Museum für Rechtsgeschichte wieder geschlossen und der Gesamtbestand in die Nordhäuser Polizeidirektion ausgelagert werden. Das Anwesen ging mit dieser Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Weimar in die Zuständdigkeit der Alteigentümer über.

1999 Gründung einer Interessengemeinschaft historischer Fahrzeuge durch Peter- Hans Trümpert, Rainer Steinecke, Fred Riemann, Ingo Schuller und Hubert Rein

2003 war das 100 jährige bestehen des Sportvereins Wolkramshausen.

. 19.12.2003 Im Alter von 71 Jahren verstirbt der ehemalige Fuhrknecht/ Gespannführer, Fritz Hagemeier (11.02.1932 – 19.12.2003). Über viele Generationen war die Arbeit mit Pferdegespannen insbesondere auch in der Landwirtschaft von großer Bedeutung. Fritz Hagemeier war somit der letzte seines Berufsstandes in Wolkramshausen.

23.12.2003 Auflösung des Fördervereins "Hue de Grais". Alle wissenschaftlichen Unterlagen zur Erforschung der Thüringer Rechtsgeschichte und des Projektes "Straße der Rechtsgeschichte in Thüringen", an dem 100 Personen über mehrere Jahre in ganz Thüringen geforscht haben, gehen an die Rechtswissenschaftliche Fakultät der FSU Jena.

2005 Umgestaltung und Modernisierung der Regelschule in Wolkramshausen nach Plänen des Nordhäuser Architekten Roland Schuncke.

2006 Das Deutsche Rote Kreuz Wolkramshausen beging im Juni 2006 ihr 100 jähriges Bestehen. 1906 wurde die 1. Freiwillige Sanitätskolonne der Grafschaft Hohenstein gegründet.
Dazu gehörten Bleicherode, Bad Sachsa, Benneckenstein und Wolkramshausen.

2007 aus der 1999 gegründeten Interessengemeinschaft für die Erhaltung historischer Fahrzeuge der ehemaligen DDR und Ländern des damaligen RGW Gebietes, bildet sich der Ost Klassiker Klub e. V. Wolkramshausen.

2011 Nach fast 40 Jahren aufopferungsvoller Arbeit, geht Frau Dipl. med. Christine Baumgart in den Ruhestand. Dank erhält sie von vielen Bürgern und von den offiziellen Vertretern der Region.

2011 Am 01.11. Übernahme des Kassenarztsitzes Wolkramshausen der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen durch den niedergelassenen Facharzt für Allgemeinmedizin Herrn Gorges, welcher als junger Arzt und gebürdiger Wolkramshäuser bereits ein hohes Vertrauen bei der Bevölkerung besitzt.

09.10.2011 Einweihung des neuen Festplatzes "Lindenhain" an der Sondershäuser Straße, westlich der Kirche. Nach mehreren Jahren aufwendiger Arbeit und auf der Grundlage der vom Planungsbüro Dirk Beyermann erstellten Unterlagen, wird durch den Bürgermeister, Wolfgang Morgenstern, unter Beteiligung der Bevölkerung sowie den örtlichen Vereinen der neue Festplatz, als Ersatz für den ehemaligen Festplatz im Anwesen Hue de Grais, der Öffentlichkeit übergeben. Bei der Namensgebung "Lindenhain" wurde auf alte vorchristliche Traditionen bzw. Begriffe zurückgegriffen. Auf einen Namensbezug zu natürlichen Personen wurde bewusst verzichtet.

2011 Beginn der Verwahrungsarbeiten an der Schachtröhre Ludwigshall im Auftrag des Thüringer Landesbergamtes Gera

2012 Am 01.04. geht Frau Dipl.-Med. Christine Baumgart, nachdem sie in der Arztpraxis Herrn Gorges noch einige Zeit unter die Arme gegriffen hat, nach fast 40 Jahren aufopferungsvoller Arbeit in den Ruhestand. Dank erhält sie von vielen Bürgern und von den offiziellen Vertretern der Region.

2013 Im November hat unser niedergelassener Arzt Dr.med. Alexander Gorges seine Doktorarbeit erfolgreich an der Rubprecht-Karl Universität in Heidelberg verteitigt.

2014 FFW Wolkramshausen begeht am 27./ 28.06.2014 ihr 150-zig jähriges Jubiläum.

2015

03./04. 07.2015 Festjubiläum aus Anlass der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Wolkramshausen vor 1180 Jahren.

Bürgermeister Wolfgang Morgenstern hält vor ca. 200 geladenen Gästen die Festansprache und erfährt durch die Anwesenden viel Anerkennung für seine 25 jährige Tätigkeit zum Wohle des Gemeinwesens. Am folgenden Tag, gegen 10.00 Uhr wird der neue Kinderspielplatz auf dem Festgelände „Lindenhain“ eingeweiht.

2015

11.09.2015, Matthias Siebert wird die Ehre zu teil, auf Vorschlag der Thüringer Staatskanzlei, am Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellvue in Berlin, teilnehmen zu können.

2016

05.06.2016 Thüringer Bürgermeisterwahlen

Nach 26 Jahren an der Spitze der Gemeinde Wolkramshausen endet die Amtszeit für Bürgermeister Wolfgang Morgenstern. Aus Altersgründen trat der überaus geschätzte Bürgermeister und Obermeister für Straßenbautechnik, Wolfgang Morgenstern, nicht mehr zur Wahl an. Nachfolger wird der 29 jährige Oberkommissar und Vorsitzender der Polizeigewerkschaft in Nordhausen, Daniel Braun. Bei einer Wahlbeteiligung von 45,2 % der wahlberechtigten Bürger, votierten 99,4 % für den Neueinsteiger.

 

2016

Tötungsdelikt in Wernrode.

In den frühen Morgenstunden des 07.09.2016 wurden nach einem heftigen Streit um Mietschulden die Eheleute Rausche von ihrem Wohnungsmieter angegriffen. Die Ehefrau wurde dabei schwer verletzt, der 42 jährige Landwirt und Ehemann, Daniel Rausche,  verstarb an seinen schweren Verletzungen noch am Tatort.

 

2017

24.09.2017

Wahl zum 19. Bundestag

Das Ergebnis der Wahl zum 19. Bundestag in Deutschland wurde im wesentlichen durch die Auswirkungen der Flüchtlingspolitik seit 2015 bestimmt. Die regierende Koalition im Bundestag bestehend aus CDU/CSU und SPD verliert  viele der einstigen Wähler. Die Alternative für Deutschland (AfD) gewinnt bundesweit aus dem Stand 12,6 % der Wähler und erhält im neuen Bundestag 94 Sitze. Bezogen auf den gesamten Freistaat Thüringen, belegt die AfD den 2. Platz.

In der Gemeinde Wolkramshausen/Wernrode erreichte die AfD bei den Zweitstimmen den 1. Platz mit 24,0%.

Gesamtergebnisse in Wolkramshausen/ Wernrode: AfD 24,0%, CDU 23,8%, Die Linke 16,7%, Freie Wähler 3,2 %, Grüne 2,9 %, BGE 1,4 %


- 1962 übernimmt Herr Dr. med. vet. Herbert Prokop bis 1977 die Tierarztpraxis.

- 1978 wird die Stelle des Tierarztes durch Herrn Dr. med. vet. Joachim Gottert bis 1989 besetzt.

- 1995 tritt Frau Dipl.med. vet. Undine Sassmann die Tierarztstelle in Wolkramshausen an.

1506 Hans Probist

1545 Hans Jöddicke

1565 Adam Sternitz

1587 Caspar Thor

1602 Hans Voigt

1609 Hans Sternitz

1625 Bastian Streune

1630 Ganglof Becker

1664 Hans Kofend

1668 Hans Bauersfeld

1679 Nicol Gergen

1679 Hans-Wilhelm Becker

1704 Hans Adam Lauterbach

1720 Johann Philip Hering

1738 Andreas Heinrich Becker

1741 Johann Christph Schultze

1761 Andreas Reinboth

1778 Johann Andreas Becker

1794 Friedrich Christoph Steinhausen

1814 Johann Andreas Ludwig Hucke

1836 Christlieb Franz Lehne

1848 Friedrich Gottfried Lendewig

1868 Wilhelm Wilcke

1907 Kofend ?

1816 Thiemrodt ?

1919 Ludwig ?

1919 Friedrich Pfeifenbring

1933 Otto Kofend

1940 Hermann Imhof

1945 Friedrich Pfeifenbring

1945 Karl Müller

1946 Hermann Saalfeld

1950 Otto Kämpf

1955 Otto Krause

1955 Karl Sandmann

1961 Lorenz Hartleib

1963 Paul Brode

1978 Willmar Heinrich

1982 Adalbert Thiel

1989 Bernd Gaßmann

1994 Wolfgang Morgenstern

2016 Daniel Braun

Erster Schuleiter nach 1945 wurde Paul Andreas

1947 Schulleiterwechsel Paul Andreas – Theodor Matzke

1949 Schulleiterwechsel Theodor Matzke – Susanne Rost

1950 Schulleiterwechsel Susanne Rost – Werner Schroeter

1959 Schulleiterwechsel  Fritz Göbel – Heinz Ehrhardt

1982 Schulleiterwechsel  Heinz Ehrhardt – Jürgen Seeger

1990 Schulleiterwechsel  Jürgen Seeger – Benno Seipelt

1996  Schulleiterwechsel  Benno Seipelt – Kornelia Gaßmann

1997 Schulleiterwechsel  Kornelia Gaßmann – Friedrich Kaufhold

1998 Schulleiterwechsel  Friedrich Kaufhold – Helmut Herntrich

Name der Kirche :                St. Trinitatis

1541 – 1598                Lehen, Johann
1598 – 1600                Bucherus, Jacobus
1601 - 1617                Pilgrim, Georg
1618 -                         Schmied, Nikolaus
1630 - 1683                 Harprecht, Johann Valentin
1684 - 1697                Schuder, Christian Gottfried
1697 – 1700                Helbing, Johann Jacob
1701 – 1739                Hempel, Johann Zacharias
1740 – 1770                Taute, Johann Daniel               (ab 1771 in Heringen)
1771 – 1775                Neubert, J. Gottwald
1775 – 1805                Rudolph, Georg Friedrich
1806 – 1822                Olearius, Gottlob Alexander Benjamin
1822 – 1833                Girschner, Johann August Sigismund
1833 – 1844                Blau, Friedrich Christian
1844 – 1881                Schmidt, Andreas Friedrich Theodor
1881 – 1906                Rübesame, Friedrich Carl Paul
1907 – 1919                Bachstein, Ignaz Franz Joseph  (+ 1919,  61 Jahre in Wolkramshausen )
1920 – 1926                Langner, Otto Willi
1927 – 1931                Henniges, Eduard
1932 – 1938                Krüger, Ernst Johannes
1939 -  1941                Trommsdorff, Klaus Leberecht Felix
unbesetzt
1945 – 1947                Schubert, Joachim
1947 – 1954                Borkenstein, Friedrich Karl-Heinz
1956 – 1960                Klesar, Benno Alfred Fritz
unbesetzt
1965 – 1967                Gutsch,
1968 – 1977                Meyer, Ernst-Ulrich
1978 – 1997                Wolff, Brigitte und Eckard
1998 -                          Krause, Frank               (aus Hainrode)

ab 01.08.2016 .............Frau Dorothea Heizmann

 

1953 – 1982 Harald Hampich

1982 -          Christina – Petra Figulla

Dentist Max Schulz – Edelmann

Zahnarzt K.-Heinz Meyer

1987 – 1994 Dr. med. dent Ursula Kruhl

1990 – 1996 Dr. med dent. Dietmar Kruhl

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1945 - 1946 Dr. med. Kurt Mack

1945 – 1963 Dr. med. Richard Lehmann

1945 – 1969 Dipl. med. Hans – Ulrich Lehmann

1947 -  1961 Dr. med. Rudolf Fenner

1961 - 1967 Gemeindeärztin, Frau Spiering

1967 – 1976 Dipl. med. Gertrud und Rolf Achterberg

1976 – 2011 Dipl. med. Christine Baumgart

2011 -          Dr. med. Alexander Gorges   

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    Ortsgeschichte. Helmut Engelhardt, Hubert W. E. Rein, Karl – Heinz von Dobbeler

        Kunstgeschichte: (M. A.) Susanne Hinsching

        Rechtsgeschichte: Prof. Dr. Gerhard Lingelbach.

 

Private Musiklehrer nach 1945

Wilhelm Olislagers, Hauptstraße 48, geb. 08.01.1913, gest. 04.08. 1983, Unterrichtsfach Klavier

Ingrid Holzhaus, Hühnerberg 2, geb. 01.07.1934, gest. 30.12.2000, Unterrichtsfach Blasinstrumente

Friedrich Gorges, Triftweg 12, geb. 22.10.1913, gest. 26.08.2005, Unterrichtsfächer Klavier, Schifferklavier, Chorgesang, Leiter des Kali-Blasorchesters Sondershausen

 

Fortsetzung  folgt 

Ein herzliches Dankeschön für Ihre Unterstützung! geht an Hubert W.Rein und Wolfgang Morgenstern